Fluorose-Index nach Dean
Synonym: Mottling-Index, Dean’s Fluorosis Index · Englisch: Dean's Fluorosis Index
Der Fluorose-Index nach Dean, auch als Mottling-Index bekannt, ist die am weitesten verbreitete und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bevorzugte Methode zur Bewertung von Fluorose-bedingten Schmelzopazitäten an ungetrockneten Zähnen. Der Index orientiert sich an den beiden am stärksten betroffenen Zähnen eines Gebisses und teilt Fluorose in sechs Hauptstufen ein:
0 – Normal: Keine sichtbaren Veränderungen am Zahnschmelz. 1 – Questionable: Zweifelhaft; minimale Veränderungen, oft als unregelmäßige weiße Flecken interpretiert. 2 – Very mild: Kleine und verstreute weiße Flecken, die weniger als 25 % der Zahnoberfläche betreffen. 3 – Mild: Weiße Flecken, die weniger als 50 % der Zahnoberfläche betreffen. 4 – Moderate: Deutliche weiße Flecken und möglicherweise grübchenartige Defekte. 5 – Severe: Große Teile des Zahns sind betroffen, mit auffälligen grübchenartigen Defekten und bräunlichen Verfärbungen.
Zusätzliche Kategorien:
8 – Excluded: Zähne, die aufgrund von Restaurierungen (z. B. Kronen) nicht beurteilbar sind. 9 – Nicht untersucht: Zähne, die nicht begutachtet wurden. Der Dean-Index ist insbesondere bei stärkerer Fluorose nicht sensibel genug, weshalb alternative Indizes wie der TF-Index und der TSIF-Index entwickelt wurden.
Alternativindizes:
- TF-Index (Thylstrup und Fejerskov, 1978):
- Umfasst 9 Schweregrade.
- Grade 1–4: Weißliche Schmelzveränderungen zunehmender Schwere.
- Grade 5–9: Zusätzliche Substanzdefekte von punktförmig bis flächig.
- TSIF-Index (Tooth Surface Index of Fluorosis, Horowitz et al., 1984):
- Konzentriert sich auf ästhetische Aspekte.
- Umfasst 8 Kategorien, die Veränderungen wie Flecken und Verfärbungen einbeziehen.
- DDE-Index (Developmental Defects of Enamel): Entwickelt für entwicklungsbedingte Schmelzdefekte. Verwendet 4 Schweregrade.
Anwendung und Bedeutung: Der Dean-Index bleibt trotz seiner begrenzten Sensitivität ein Standardinstrument zur Erhebung von Fluorosedaten in epidemiologischen Studien. Für detaillierte und spezifische Untersuchungen in Forschung und klinischer Anwendung sind TF- und TSIF-Indizes zunehmend relevant.
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