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Desensibilisierung

Synonym: Dentinsensibilitätsreduktion, Hypersensibilitätsbehandlung, Behandlung von Zahnhalsüberempfindlichkeit · Englisch: desensitization

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Desensibilisierung bezeichnet in der Zahnmedizin die Behandlung von Dentinhypersensibilität, also der Überempfindlichkeit freiliegender Zahnhälse gegenüber äußeren Reizen wie Kälte, Wärme, Süße oder Säure. Diese Überempfindlichkeit entsteht in der Regel durch freiliegendes Dentin infolge von Zahnfleischrückgang oder Schmelzverlust.

Der Mechanismus basiert auf der Reizleitung durch die Dentinkanälchen (Tubuli), die direkt zur Pulpa führen. Eine Desensibilisierung zielt darauf ab, diese Kanälchen zu verschließen oder deren Reizweiterleitung zu blockieren.

Behandlungsansätze umfassen:

  1. Lokale Applikation von Fluoridpräparaten: Fluoridverbindungen wie Natriumfluorid oder Zinnfluorid fördern die Bildung einer schützenden Schicht auf dem Dentin.
  2. Verwendung von Desensibilisierungsmitteln: Spezielle Gele oder Lacke enthalten Substanzen wie Kaliumsalze, die die Reizempfindlichkeit reduzieren.
  3. Lasertherapie: Eine moderne Methode, die durch die thermische Versiegelung der Dentinkanälchen wirkt.
  4. Restaurative Maßnahmen: Bei stark freiliegendem Dentin können Füllungen oder Versiegelungen die Dentinhypersensibilität lindern. Die Prävention freiliegender Zahnhälse, durch richtige Putztechnik und Vermeidung erosiver Substanzen, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in der Behandlung und Vermeidung von Überempfindlichkeiten.