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Kieferhöhle

Synonym: KH, Sinus maxillaris, Highmore Höhle, größte der Nasennebenhöhlen NNH, weitere Nebenhöhlen: Stirn-, Siebbein-, Keilbeinhöhle · Englisch: maxillary sinus, antrum of Highmore

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Kieferhöhle hat die Form einer auf die Spitze gestellten Pyramide, wobei die Spitze in das Gebiet der Zahnwurzeln des Oberkiefers ragt. Sie steht nur im Bereich ihres Daches mit der Nasennebenhöhle in Verbindung. Daher können sich in den mittleren Abschnitten langwierige und schmerzhafte Entzündungen entwickeln.

Die Kieferhöhle ist eine benachbarte Höhle der Mundhöhle und wird von dieser lediglich durch einen dünnen, schwammigen (spongiösen) Oberkieferknochen getrennt. Oft ragen die Zahnwurzeln der Molaren in die Kieferhöhle hinein, was zu Kieferhöhlenperforationen führen kann.

Zum Zeitpunkt der Geburt ist die Kieferhöhle nur minimal entwickelt. Sie wächst während des Wachstums durch zunehmende Pneumatisierung und erreicht etwa mit 12 Jahren die Hälfte ihrer Größe im Erwachsenenalter. Ein natürlicher Zugang zur Kieferhöhle besteht über einen kleinen Kanal, der zum Nasengang führt. Die Größe und Form der Kieferhöhle variieren stark zwischen Individuen. Beim Erwachsenen hat sie im Durchschnitt einen Rauminhalt von etwa 15 cm³.

Historisch wurde die Kieferhöhle 1489 von Leonardo da Vinci entdeckt, der anmerkte: „In dem oberen Raum verbirgt sich das Auge, und unterhalb davon gibt es einen Saft, der die Wurzeln der Zähne ernährt.“