Burning Mouth Syndrome
Synonym: BMS, Mundbrennen, orales Dysästhesie-Syndrom, Glossodynie, orofaziales Schmerzsyndrom · Englisch: burning mouth syndrome
Das Burning-Mouth-Syndrom ist ein chronisches Schmerzsyndrom, das sich durch ein anhaltendes Brennen oder Schmerzen in der Mundhöhle äußert, meist ohne sichtbare klinische Veränderungen oder zugrunde liegende Erkrankungen. Betroffene beschreiben häufig ein Brennen an der Zunge, am Gaumen, an den Lippen oder der Mundschleimhaut, oft begleitet von Mundtrockenheit und Geschmacksveränderungen. Die genaue Ursache von BMS ist häufig unklar, es wird jedoch angenommen, dass eine Kombination aus neuropathischen und psychischen Faktoren eine Rolle spielt.
Diagnose und Symptome: Die Diagnose des BMS erfolgt meist durch Ausschluss anderer möglicher Ursachen wie Infektionen, Vitaminmangel, hormonelle Schwankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Typische Symptome sind Brennen, Stechen, Taubheitsgefühle und ein unangenehmes Mundgefühl, das sich oft im Laufe des Tages verstärkt.
Behandlung: Da die Ursache des BMS nicht vollständig geklärt ist, erfolgt die Behandlung symptomatisch. Dazu können Lokalanästhetika, Antidepressiva in niedriger Dosierung oder Medikamente zur Behandlung neuropathischer Schmerzen eingesetzt werden. Auch psychologische Begleitung und die Behandlung begleitender Faktoren wie Mundtrockenheit oder Stress können hilfreich sein.
Das Burning-Mouth-Syndrom betrifft häufig Frauen in der Postmenopause und kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen, weshalb eine frühzeitige interdisziplinäre Betreuung von Zahnärztinnen, Neurologinnen und Psycholog*innen empfohlen wird.