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In-Ceram ®

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Alumina, Spinell, Zirconia; Handelsname für eine spezielle Keramik mit hoher Festigkeit: In-Ceram erreicht seine hohe Festigkeit durch ein spezielles Verfahren. Auf einem Spezialgipsduplikat des Meistermodells wird aus einem Aluminiumoxid-Schlicker die Modellation des Kronen- oder Brückengerüsts vorgenommen. In einem Brennvorgang werden die Gerüste gesintert. Das daraus resultierende kreideartige Gerüst wird mit Lanthanglas infiltriert. Dadurch werden die Poren der Keramik aufgefüllt, der Werkstoff verdichtet. Das Ergebnis ist eine deutliche Steigerung der Festigkeit (400 bis 600 MPa). Danach wird die Verblendung mit Aufbrennkeramik vorgenommen. Vorgesinterte, industriell gefertigte In-Ceram-Keramikblocks werden z.B. für die Kopierschleiftechnik mit Celay und für das CAD/CAM-Fräsverfahren mit Cerec geliefert. Durch die vorgesinterten Rohlinge fällt die lange Sinterzeit weg, und wegen der höheren Kapillarität ist auch die Infiltrationszeit drastisch verkürzt, so dass die Herstellzeiten in der Praxis bei höherer Materialqualität deutlich geringer ausfallen. Eine Sonderstellung bei In-Ceram nimmt das Wolceram-System (auch Flemming-Cream, bellaDent) für labortechnische Fertigungszentren ein. Hier wird unter Nutzung moderner Digitaltechnik das Kronenkäppchen geschlickert, gebrannt und gesintert - und die Festigkeit ebenfalls durch Infiltration erhöht.