Feingold
Synonym: Reines Gold, Tausender-Gold, 24-Karat-Gold · Englisch: fine gold
Feingold bezeichnet Gold mit einem Feingehalt von 1.000 Promille, also einem Massenanteil von 100 % reinem Gold. Es wird auch als Tausender-Gold oder 24-Karat-Gold bezeichnet, wobei "Karat" die traditionelle Maßeinheit für den Reinheitsgrad von Gold ist.
Eigenschaften Feingold zeichnet sich durch seine weiche, formbare Struktur und hohe Korrosionsbeständigkeit aus. Es ist biologisch inert und wird daher in der Zahnmedizin und Medizin geschätzt. Sein intensiver gelber Glanz ist charakteristisch und ästhetisch ansprechend, jedoch macht die geringe Härte es für viele Anwendungen ungeeignet, weshalb es oft legiert wird.
Verwendung in der Zahnmedizin In der Zahnmedizin wird Feingold häufig als Bestandteil von Dentallegierungen verwendet. Reines Gold ist aufgrund seiner Weichheit nicht ausreichend belastbar für funktionelle Prothesen, weshalb es mit Metallen wie Silber, Kupfer oder Platin kombiniert wird, um die Festigkeit und Verschleißfestigkeit zu erhöhen. Dentalgoldlegierungen basieren häufig auf einem Feingoldanteil von mindestens 75 % (18 Karat).
Weitere Anwendungen Neben der Zahnmedizin findet Feingold Anwendung in:
- Schmuckherstellung: Reines Gold wird selten verwendet, da es zu weich ist. Stattdessen werden Legierungen bevorzugt.
- Elektronik: Aufgrund seiner hohen Leitfähigkeit wird Gold für Kontakte und Schaltkreise verwendet.
- Investitionen: Goldbarren und -münzen bestehen häufig aus Feingold.
Bezeichnung und Standards Der Feingehalt von Gold wird in Promille angegeben, z. B. 999 für nahezu reines Gold. Internationale Standards und Stempel gewährleisten die Qualität und Reinheit des Materials.