Galvanostegie
Synonym: Galvanisieren, Vergolden, Metallplattieren · Englisch: galvanostegia, electroplating
Die Galvanostegie, auch bekannt als Galvanisieren oder Plattieren, bezeichnet ein Verfahren, bei dem metallische Gegenstände oder leitend gemachte Objekte durch elektrochemische Prozesse mit einer dünnen Schicht eines Metalls, häufig eines Edelmetalls wie Gold, überzogen werden. In der Zahntechnik wird dieses Verfahren vor allem zur Oberflächenveredelung von dentalen Werkstücken, wie Kronen oder Prothesenbasen, angewendet. Neben Gold werden auch andere Metalle wie Kupfer verwendet (z. B. zum Verkupfern).
Ziel der Galvanostegie ist es, die ästhetischen und funktionellen Eigenschaften von Zahnersatz zu verbessern oder unedle Metalle (NEM) und niedrig legierte Edelmetall-Werkstoffe aufzuwerten. Durch den Überzug können die Korrosionsresistenz und Biokompatibilität gesteigert werden. Besonders im Dentallabor kommt die sogenannte Glanzvergoldung zum Einsatz, um Werkstücke hochwertiger wirken zu lassen.
Das Verfahren ist jedoch umstritten, insbesondere in der zahnärztlichen Anwendung. Der Hauptkritikpunkt liegt in der geringen mechanischen Beständigkeit des Überzugs: Die dünne Metallschicht ist anfällig für Abrasionen, insbesondere bei hoher Beanspruchung in der Mundhöhle. Sobald der Überzug abgetragen ist, liegt das Grundmaterial wieder frei, was potenziell zu unerwünschtem Kontakt mit dem oralen Gewebe führen kann.
Aufgrund dieser Problematik wird die Galvanostegie in der Zahnmedizin zunehmend durch moderne Werkstoffe und Veredelungstechniken ersetzt, die eine höhere Abrasionsresistenz und eine dauerhafte ästhetische Wirkung bieten.