Palladium
Palladium (Pd), vom lat. pallidus = blass, ist ein sehr hartes, silbrig-weißes Edelmetall aus der Gruppe der Platin-Elemente. Wegen seiner erhöhten Korrosions-, Anlauf- und Mundbeständigkeit ist es ein häufiger, wenn auch mengenmäßig geringerer Bestandteil von Legierungen, z.B. für Zahnersatz. Eine gemeinsame Stellungnahme zu Palladium als Legierungsbestandteil wurde 2001 von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und der Deutschen Gesellschaft für zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde (DGZPW) abgegeben. In dieser Stellungnahme erklärte Prof. Dr. Heinrich F. Kappert aus Freiburg: „Der frühere Preisvorteil palladiumhaltiger Legierungen, von denen mehr als 90 Prozent aller Dentallegierungen Palladium enthalten, sei durch die drastische Preissteigerung des Metalls entfallen. Palladiumlegierungen seien im Allgemeinen weiterhin als nicht toxisch anzusehen und könnten bei sachgerechter Verarbeitung verwendet werden. Dabei sei insbesondere auf das Problem der verminderten Korrosionsfestigkeit an überbrannten Kronenrändern und anderen nicht keramisch verblendeten Kronen- und Brückenbereichen zu achten. Generelle Allergietests seien nicht zu empfehlen. Bei einer bekannten Sensibilisierung auf Palladium sollte auf eine andere Legierung ausgewichen werden. Wegen der günstigeren Gefügestruktur sollten Palladium-Silber-Legierungen bevorzugt werden.”