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Kaposi-Sarkom

Englisch: Kaposi tumour

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Kaposi-Sarkom ist eine Gewebsneubildung, die zu den Weichteiltumoren gehört und als häufigster maligner Tumor bei HIV-Infizierten gilt. Seit 1994 ist bekannt, dass das Kaposi-Sarkom mit dem Herpesvirus HHV-8 assoziiert ist. Der ungarische Dermatologe Kaposi beschrieb 1872 das "klassische idiopathische Sarkom" als sehr seltene Erkrankung, zum Beispiel in der Lunge, bei der es zu Wucherungen der Epithelzellen kommt. Dieser seltene Tumor befällt hauptsächlich afrikanische Männer über 50 Jahre. Heute versteht man darunter das sehr aggressive "disseminierte Kaposi-Sarkom (DKS)"; disseminiert bedeutet ausgesät oder verstreut. Es ist gekennzeichnet durch viele, über die gesamte Haut und Schleimhaut verteilte, dunkelrote bis braune Gefäßtumoren. Vornehmlich werden die Schleimhäute im Mund- und Genitalbereich sowie die Spaltlinien der Haut befallen. Die anfangs kleinen, hellroten Flecken entwickeln sich mit der Zeit zu derben, braun-roten bis bläulichen Knoten, die sich häufig geschwürig zersetzen. Ihre Größe schwankt zwischen stecknadelkopf- bis handtellergroß. Auch innere Organe können befallen werden, was zu lebensgefährlichen inneren Blutungen führen kann.