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Vita-Zahnfabrik

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Vita-Zahnfabrik ist ein führendes Unternehmen auf dem Weltmarkt im Bereich der wiederherstellenden Zahnheilkunde. Aus einem Bericht des "Südkurier" anlässlich des 90-jährigen Bestehens im Juni 2014:

„Die Vita Zahnfabrik wurde 1924 gegründet. Die Zahnfabrik setzte neue Maßstäbe, denn die Anfang der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts angebotenen Prothesenzähne sahen nicht wie natürliche Zähne aus. Um diesen Missstand zu beheben, gründeten der Zahnarzt Carl Hiltebrandt und der Kaufmann Heinrich Rauter 1924 die Dr. Hiltebrandt Zahnfabrik AG, die seit Anfang der 1930er Jahre unter dem Namen Vita Zahnfabrik bekannt ist. Heinrich Rauter war der Großvater von Henry Rauter, dem heutigen Geschäftsführer. Die Anfänge des Unternehmens lagen in Essen. Die Produktion begann dort und wurde während des Zweiten Weltkrieges von Essen nach Säckingen verlagert. Die Stilllegung der letzten Betriebsstätte in Essen erfolgte im Oktober 1958. Zu diesem Zeitpunkt waren in Säckingen bereits rund 320 Mitarbeiter beschäftigt. Derzeit arbeiten etwa 780 Mitarbeiter an drei Standorten in Bad Säckingen.

Eine Erfolgsgeschichte bildeten seit den 30er Jahren Vita Zähne und Vita Farben. Zuerst waren es die „Helios-Zähne in Vita-Farben“, ab 1955 die Vita Vacuum Zähne, die aus Keramikmaterial hergestellt wurden. Dabei wurde erstmals der Farbverlauf des menschlichen Zahnes nachempfunden, indem die künstlichen Zähne einen Dentinkörper und eine Schmelz- beziehungsweise Schneideschicht aufwiesen. Diese Entwicklung ermöglichte eine bisher in der Prothetik nicht gekannte lebendige Ästhetik und war wegweisend für alle folgenden Vita-Innovationen. 1965 begann die Erfolgsgeschichte der Kunststoffzähne. In den folgenden Jahren wurden sowohl die Materialien als auch die Vita Farben verbessert, so dass diese, wie es Vertriebsleiter Lothar Heinz, der von 1977 bis 2000 bei Vita tätig war, treffend formulierte: „Wer an Zahnfarben denkt, denkt in der Regel in Vita Farben.“

Seit 2003 wurde neben analogen Farbskalen auch ein digitales Farbmessgerät entwickelt, das kontinuierlich weiter verbessert und mit neuen Funktionen ausgestattet wurde, sodass eine fehlerfreie Farbkommunikation zwischen Patient, Praxis und Labor möglich ist. Neben den künstlichen Zähnen ist die Vita Zahnfabrik auch führend in Keramiken und Kunststoffmassen, mit denen Metalllegierungen mit Keramik beschichtet werden können, die 1962 unter der Bezeichnung Vita Metallkeramik (VMK) weltweit bekannt wurden. Seit 1987 werden Vita-Blocks für die restaurative Computerzahnmedizin hergestellt. Als neueste Entwicklung entstand eine Hybridkeramik, die aus Kunststoff und Keramik besteht.“