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sagittale Spaltung

Englisch: sagittal splitting

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die sagittale Spaltung gehört zu den Umformungs-Osteotomien und beschreibt die Durchtrennung von Knochen in sagittaler Richtung (Sagittalebene). Sie wird in der Regel bei der operativen Behandlung einer Progenie (mandibuläre Pro- oder Retrognathie) angewandt. Erstmals wurde dieser Eingriff 1942 von Schuchardt beschrieben und 1955 durch Obwegeser modifiziert.

Der Eingriff wird meist am aufsteigenden Ast des Unterkiefers durchgeführt, wobei es verschiedene Variationen gibt, wie z. B. nach der Methode von Obwegeser-Dal-Pont. Nach der Durchtrennung und Mobilisation des Knochens wird der Unterkiefer in die gewünschte Okklusionsposition gebracht. Anschließend werden die Knochenfragmente funktionsstabil mit Schrauben oder durch Schraubenosteosynthese fixiert.

In Einzelfällen wird diese Methode auch zur Entfernung sehr ungünstig positionierter (tief impaktierter) Weisheitszähne vorgeschlagen.

Als Komplikationen können Sensibilitätsstörungen auftreten, die bei Frauen und mit zunehmendem Alter häufiger zu sein scheinen. Diese Nebenwirkungen stehen jedoch in keinem Verhältnis zu den positiven funktionellen und ästhetischen Ergebnissen des Eingriffs.