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Mesiodens

Synonym: Mediodens, Mesiodont · Englisch: mesodens

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Mesiodens falsch "Odontoid" überzähliger Zahn im (Ober-)Kiefer-Schneidezahnbereich; in der Regel atypisch geformte Zähne, die entweder einzeln oder mehrfach durch eine Überproduktion der Zahnleiste entstehen. Sie sind meist im Kiefer befindlich (retiniert und verlagert) und erscheinen zapfenzahnähnlich mit einer glatten, kegel- oder pflockartigen Krone. Die Wurzel ist rund und voll ausgebildet. Die genauen Ursachen und Auslöser für die Entwicklung eines Mesiodens sind bisher nicht bekannt. In der Literatur werden verschiedene Theorien diskutiert, z. B. eine Abspaltung der Zahnleiste durch ein Trauma oder einen Tumor, eine Hyperaktivität der Zahnleiste oder genetische Ursachen. Die Häufigkeit für das Auftreten wird mit 0,14 - 4 % angegeben, dabei entfallen über 90 % auf den vorderen Teil des Oberkiefers; sie sind bei Männern etwa doppelt so häufig wie bei Frauen. Selten im Milchzahngebiss auftretend. Während der eigentliche Mesiodens überzählig zwischen den mittleren Schneidezähnen liegt (s. Abb.), befindet sich ein Laterodens zwischen dem mittleren und seitlichen Schneidezahn. Von allen überzähligen Zähnen (Hyperodontie) sind die Mesiodens mit 45 % am häufigsten anzutreffen; sie sind bei Männern etwa doppelt so häufig wie bei Frauen; es sind vor allem die bleibenden Zähne betroffen. Eine Entfernung sollte besonders bei Schmerzen oder aus kieferorthopädisch-prophylaktischen Gründen (um eine optimale Zahn- und Gebissentwicklung zu erreichen) kurz nach dem Durchbrechen der bleibenden Schneidezähne erfolgen.