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Einbetten

Synonym: Einbettverfahren, Wachsausschmelzverfahren · Englisch: investing

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Das Einbetten ist eine grundlegende Technik in der Zahntechnik, die insbesondere bei der Herstellung von Zahnersatz Anwendung findet. Dabei wird zunächst das gewünschte Ersatzstück aus Wachs modelliert. Dieses Wachsmodell wird anschließend in eine Küvette oder Muffel eingebracht und mit einer speziellen Einbettmasse, meist auf Gipsbasis, umgeben. Nachdem die Einbettmasse ausgehärtet ist, wird das Wachs durch Erhitzen entfernt – ein Vorgang, der als „Ausbrühen“ oder „Ausbrennen“ bezeichnet wird. Das Entfernen des Wachses hinterlässt eine präzise Hohlform, die die genaue Negativform des späteren Werkstücks darstellt.

Diese Hohlform wird im nächsten Schritt mit dem endgültigen Material ausgegossen oder ausgespritzt. Dabei kommen je nach Art des Zahnersatzes unterschiedliche Materialien wie Metalle (z.B. Gold oder Titan) oder Keramiken zum Einsatz. Besonders häufig wird das Einbettverfahren bei der Herstellung von metallischem Zahnersatz, wie Kronen, Brücken oder Inlays, angewandt.

Im Vergleich zu moderneren Verfahren, wie etwa dem CAD/CAM-gestützten Fräsen, das direkt aus digitalen Modellen fertigt, ermöglicht das Einbetten eine hohe Detailtreue und Präzision. Es bleibt deshalb ein bewährtes Verfahren, das vor allem für metallische und keramische Zahnersatzteile eingesetzt wird, bei denen es auf eine exakte Passform ankommt.