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Bonwill-Dreieck

Englisch: Bonwill triangle

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Das Bonwill-Dreieck ist ein Konzept aus der Zahnmedizin und beschreibt ein geometrisches Dreieck zwischen bestimmten Punkten des Unterkiefers. Es geht auf den amerikanischen Zahnarzt William Gibson Arlington Bonwill (1833–1899) zurück und bildet eine Grundlage in der Okklusionstheorie und Prothetik. Das Bonwill-Dreieck wird durch die Verbindungslinien der beiden Kondylenpunkte (Kiefergelenkspunkte) und dem Inzisalpunkt (Schneidepunkt der unteren mittleren Schneidezähne) im Unterkiefer gebildet.

Die Seitenlängen des Bonwill-Dreiecks betragen bei einem durchschnittlichen Kiefer etwa 10 cm und zeigen, dass die Anordnung der Zähne und Kieferbewegungen einer regelmäßigen Geometrie folgen. Dieses Konzept wird in der Zahnprothetik genutzt, um die Bewegungsbahnen im Kiefer nachzuvollziehen und prothetische Arbeiten wie Zahnersatz, Kronen und Brücken präzise anzupassen.

Das Bonwill-Dreieck ist auch ein grundlegendes Prinzip für die Konstruktion von Artikulatoren, die die Kieferbewegungen simulieren. Diese Geometrie hilft Zahnärzten und Zahntechnikern, eine harmonische Okklusion und funktionale Bisslage zu erreichen, indem sie die anatomische Beziehung der Zähne und Kiefergelenke berücksichtigt.

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