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Pica

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Pica, lateinisch für “Elster,” ist ein Oberbegriff für Essstörungen, insbesondere den regelmäßigen Verzehr ungenießbarer Substanzen. Betroffen sein können Menschen aller Bevölkerungsschichten, unabhängig davon, ob sie geistig normal oder behindert sind. Zu den Hochrisikogruppen zählen Kleinkinder, Schwangere, stillende Mütter und hirngeschädigte Personen. Die Vorlieben bei Pica umfassen unter anderem Aas, Erde, Haare, Würmer, Zahnpasta und sogar Exkremente. Man unterscheidet zwischen “Food-Pica” und “Non-Food-Pica.” Von Pica spricht man, wenn eines der folgenden Symptome vorliegt: Eine ungenießbare Substanz wird mindestens einen Monat lang regelmäßig verzehrt, dieses Verhalten ist nicht altersgemäß (da Kleinkinder gelegentlich ungenießbare Gegenstände probieren), oder das abnormale Essverhalten nimmt im Rahmen einer anderen psychischen Störung eine herausragende Stellung ein.