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Fremdkörperaspiration

Synonym: Aspiration von Fremdkörpern, Einatmen von Fremdkörpern, Verschlucken · Englisch: foreign body aspiration

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Fremdkörperaspiration bezeichnet das unbeabsichtigte Eindringen eines Fremdkörpers in die Atemwege. In der Zahnmedizin handelt es sich dabei häufig um Kleinteile wie Bohrer, Wurzelkanalinstrumente, Füllungsmaterialien, Zahnfragmente oder Prothesenteile. Besonders bei liegenden Patienten kann diese Komplikation auftreten und potenziell lebensbedrohlich sein.

Symptomatik: Die Aspiration eines Fremdkörpers führt typischerweise zu krampfartigen Hustenanfällen als Schutzmechanismus des Körpers. In schwerwiegenden Fällen kann es zu einer teilweisen oder vollständigen Verlegung der Atemwege kommen, was eine akute Erstickungsgefahr darstellt. Symptome können Dyspnoe (Atemnot), Zyanose oder ein pfeifendes Atemgeräusch (Stridor) umfassen.

Prävention: Zur Vermeidung solcher Zwischenfälle wird in der Zahnmedizin der Einsatz von Kofferdam empfohlen. Dieses Hilfsmittel isoliert den zu behandelnden Zahn und minimiert das Risiko des Eindringens von Fremdkörpern in die Atemwege oder den Verdauungstrakt.

Abgrenzung: Die Fremdkörperaspiration ist von der Ingestion (Verschlucken) von Fremdkörpern zu unterscheiden, bei der der Fremdkörper in den Verdauungstrakt gelangt. Während die Ingestion oft weniger gefährlich ist, stellt die Aspiration eine akute medizinische Notfallsituation dar.

Diagnostik und Therapie: Die Diagnose erfolgt anhand der Anamnese, klinischer Symptome und bildgebender Verfahren wie Röntgen oder Bronchoskopie. Die Entfernung des Fremdkörpers kann durch endoskopische Verfahren (z. B. Bronchoskopie) oder bei Notfällen durch lebensrettende Maßnahmen wie den Heimlich-Handgriff oder eine Notfalltracheotomie erfolgen.

Die Fremdkörperaspiration ist eine ernstzunehmende Komplikation, die schnelles Handeln erfordert, um schwere gesundheitliche Folgen oder Todesfälle zu verhindern.