Bisphenol
Englisch: bisphenole
Bestandteil der Bowen-Formel (Grundlage vieler Komposites) z.B. in Form von Bisphenol A (BPA) [4,4'-(1-Methylethyliden)bisphenol, 4,4'-Isopropylidendiphenol] (die Substanz BPA gehört mit 3,8 Millionen Tonnen pro Jahr (2009) zu den am meisten produzierten Chemikalien weltweit. Benötigt wird BPA vor allem als Ausgangsstoff für Polycarbonat, einem transparenten und sehr festen Kunststoff, welchem gelegentlich durch Auswaschung oder Kauabrasion aus Komposite-Füllungen negative Auswirkungen auf den Östrogen-Haushalt nachgesagt werden. Ebenso wird von versch. Seiten angenommen, dass Bisphenol A zusätzlich zu seiner hormonellen Wirkung krebserregend, Diabetes-auslösend sowie generell gesundheitsschädlich sein soll; neuere Untersuchungen (2014) scheinen diesen Verdacht zu bestätigen (Bisphenol A steht im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein). Nach Einschätzung des Bundesinstitutes für Risikobewertung und der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) sind gesundheitliche Nachteile durch Bisphenol A in Lebensmitteln nicht zu befürchten. "Die Mengen an Bisphenol A, die von der Bevölkerung in Deutschland mit der Nahrung aufgenommen werden, liegen in allen Altersgruppen deutlich unter dem festgelegten Grenzwert". Ab Juni 2011 dürfen keine Babyflaschen mehr verkauft werden, die mit der umstrittenen Chemikalie Bisphenol A hergestellt wurden. B. und die Bowen-Formel müssen nicht unbedingt die Grundlage von Komposites sein. Z.B. gibt es Materialien (das nanokristalline "Diamond"), welche PEX-DMAE (Phenolic Epoxine Monomer DimethAcrylic Ester) als Grundlage haben. Zu dieser Problematik eine Stellungnahme der Gesellschaft für Toxikologie aus 2011: "Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass bei der gegenwärtigen Höhe der Aufnahme von Bisphenol A über die verschiedenen Belastungspfade kein gesundheitliches Risiko für die Bevölkerung einschließlich Säuglingen und Kleinkindern besteht. Entscheidungen auch der EU, Bisphenol A in Babyflaschen zu verbieten, gründen nicht auf einem erwiesenen Risiko, sondern beruht auf einer Anwendung des Vorsorgeprinzips. Die Ergebnisse neuer Studien haben gezeigt, dass kein Anlass zur Sorge vor schädlichen Effekten auf die Entwicklung des ZNS, Verhalten oder auf die Prostata besteht. Damit wird erneut belegt, dass der in der EU gültige Grenzwert für die lebenslang tolerierbare tägliche Aufnahme (TDI) von 50 µg/kg Körpergewicht wissenschaftlich valide begründet ist." Komposite - "Toxizität", UDMA Faktenblatt "Bisphenol A" Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) 2014 zu diesem Thema Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage der Grünen: Bisphenol A als Auslöser für Kreidezähne "unwahrscheinlich" (zm, 2019) Bundesinstitut für Risikobewertung - Zusammenhang zwischen MIH und Bisphenol A-Aufnahme unwahrscheinlich (zm, 20)