Weski-Trias
Synonym: Ätiologische Trias nach Weski, Therapeutische Trias · Englisch: Weski’s triad, etiological triad by Weski, therapeutic triad
Oskar Weski (1878–1952) war ein Berliner Zahnarzt, der maßgeblich zur Forschung über Ursachen und Behandlungsmethoden von Parodontalerkrankungen beitrug. Er gilt als einer der Begründer einer systematischen Parodontalbehandlung.
Seine bekannteste Theorie, die Weski-Trias (auch ätiologische Trias nach Weski), beschreibt die drei Hauptursachen für Parodontalerkrankungen:
- Lokale Faktoren (z. B. Plaque, Zahnstein, insuffiziente Restaurationen)
- Funktionelle Faktoren (z. B. Fehlbelastungen, okklusales Trauma)
- Interne Faktoren (z. B. Allgemeinerkrankungen, Stoffwechselstörungen)
Auf Basis dieser Ätiologie entwickelte Weski die therapeutische Trias, die eine systematische Parodontalbehandlung durch folgende Maßnahmen vorsieht:
- Allgemeine Behandlung (Berücksichtigung systemischer Erkrankungen)
- Lokale Behandlung (Entfernung pathologischer Faktoren im Mundraum)
- Funktionelle Behandlung (Korrektur von Fehlbelastungen)
Die Weski-Trias bildete über Jahrzehnte eine Grundlage für die Parodontalverträge mit den Gesetzlichen Krankenkassen (ab 1928). Kritisiert wird sie heute vor allem wegen einer Überbewertung funktioneller Faktoren, insbesondere des okklusalen Traumas, sowie einer unzureichenden Differenzierung der mikrobiellen Ätiologie der Parodontitis. Moderne Konzepte der Parodontologie betonen stärker die Rolle bakterieller Infektionen und individueller Risikofaktoren.