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SBI

Englisch: sulcus bleeding index

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Der Sulkus-Blutungs-Index (SBI) wurde 1971 von Mühlemann eingeführt. Dieser Index klassifiziert die Sondierungsblutung (aus der Zahnfleischtasche) in sechs Stufen und beurteilt zusätzlich die Schwellung sowie die Rötung des Zahnfleischs. Im Gegensatz dazu bewertet der modifizierte Sulkus-Blutungs-Index ausschließlich die Taschenblutung mit den Ergebnissen "ja" oder "nein".

Die Grade des SBI sind wie folgt definiert:

grad 0: keine krankhaften zustände – keine entzündung und keine blutung bei der sondierung grad 1: keine sichtbaren veränderungen des zahnfleischs – jedoch diskrete blutung bei der sondierung grad 2: rötung des zahnfleischs – (noch) keine schwellung, aber blutung bei der sondierung grad 3: rötung des zahnfleischs und leichtes zahnfleischödem – blutung bei der sondierung grad 4: farbveränderung der gingiva mit auffälliger schwellung – leicht produzierbare blutung bei der sondierung grad 5: deutliche schwellung und farbveränderung des zahnfleischs, möglicherweise auch ulzerationen, mundgeruch, starke blutung bei der sondierung und eventuell spontanblutungen Im Jahr 1975 wurde der SBI von Saxer und Mühlemann zum sogenannten Papillen-Blutungs-Index weiterentwickelt.

In der neueren Literatur findet sich zunehmend der begriff „interdentaler blutungs-index“ (IBI), auch bekannt als Eastman Interdental Bleeding Index (EIB). Bei diesem verfahren werden die zahnzwischenräume (mesial und distal des zahns) als messpunkte herangezogen. Gemessen wird dabei mit einem hölzernen interdentalkeil. Der hintergrund dieser methode liegt darin, dass zahnzwischenräume bei der normalen mundhygiene oft schwer zugänglich sind und viele entzündliche zahnfleischerkrankungen ihren ursprung in diesen bereichen haben.