Zum Hauptinhalt springen

Plaqueindex

Synonym: PI

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Plaqueindex gibt die Menge an Plaque (Zahnbelag) an, die sich auf vorher gründlich gereinigten Zähnen innerhalb von 24 Stunden ohne Mundhygienemaßnahmen wieder neu bildet. Gebräuchlich ist der 1962 publizierte Plaqueindex nach Quigley und Hein, welcher den Plaque-Befall (sichtbar gemacht durch Anfärben der Verunreinigungen) in 6 Stufen einteilt (0 = keine Plaque; 5 = 2/3 oder mehr der Zahnkrone sind bedeckt). Ebenso gebräuchlich ist der Plaqueindex nach Silness und Löe, der vier Stufen unterscheidet (0 = keine sichtbare und mit einer speziellen Sonde feststellbare Plaque vorhanden; 3 = dicke, ins Auge stechende Beläge, die auch die Zahnzwischenräume ausfüllen). Der dichotome Plaqueindex nach O'Leary ist eine einfache Messzahl, die auf einer Ja-Nein-Entscheidung basiert. Es wird nach Plaque an vier Stellen jedes Zahnes (distal, bukkal, mesial, oral) gesucht und mit Ja oder Nein bewertet. Daraus ergibt sich: PI = (Anzahl der plaquebedeckten Flächen) : (Anzahl der gesamten Flächen) x 100%. In Deutschland ist auch der Approximal-Plaque-Index nach Lange gebräuchlich. Der Plaque Formation Rate Index (PFRI) bezeichnet den Plaquebildungsindex, d. h. die Menge an Plaque, die innerhalb von 24 Stunden neu gebildet wurde. Im Zusammenhang mit einem Streptococcus Mutans-Test gilt diese Kombination derzeit (2009) als sehr sichere Methode zur Bestimmung des individuellen Kariesrisikos. Der Cervical Plaque Index (CPI) ist eine wenig gebräuchliche Messzahl zur Klassifizierung von Belägen am Zahnhals.