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Glossopexie

Synonym: Zungenfixation, chirurgische Zungenhebung · Englisch: tongue-lip adhesion

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Glossopexie ist ein chirurgisches Verfahren, das zur temporären Behebung eines durch die Zunge verursachten Atemhindernisses (Glossoptose) eingesetzt wird. Dieses Problem tritt häufig im Rahmen des Pierre-Robin-Syndroms (Robin-Sequenz) auf, bei dem es zu einer Verlagerung der Zunge nach hinten kommt, die die Atemwege blockieren kann.

Bei der Glossopexie wird die Zungenbasis chirurgisch mit der Unterlippe oder dem Vestibulum (dem Mundvorhof) fixiert. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Zunge in eine anteriorisierte Position zu bringen, um eine mechanische Obstruktion der Atemwege zu verhindern. Die Methode wird in der Regel bei Neugeborenen und Säuglingen angewendet, insbesondere dann, wenn konservative Ansätze wie die Lagerungstherapie nicht ausreichen.

Die Glossopexie ist meist eine temporäre Lösung, die nach der Verbesserung der Atemwegsproblematik oder nach Durchführung anderer korrigierender Maßnahmen, wie einer Osteotomie des Unterkiefers, rückgängig gemacht werden kann. Der Eingriff ist mit spezifischen Risiken verbunden, einschließlich Wundheilungsstörungen und der Möglichkeit einer Beeinträchtigung der Nahrungsaufnahme.