Silane
Synonym: Siliziumwasserstoffe
Silane, überwiegend in der Zahntechnik, finden als funktionelle Organosilane Anwendung als Haftvermittler zwischen anorganischen/mineralischen Oberflächen (z.B. Legierungen, Keramik), Kunststoffen (z.B. Kompositen) und Befestigungszementen (sog. Silanisierung). Die so entstandene Haftbrücke ist weitgehend resistent gegenüber Feuchtigkeit, Temperatur und Chemikalien. Bei mechanischer Beanspruchung sollte jedoch nicht auf eine zusätzliche mechanische Retention (z.B. Retentionsperlen) und/oder eine zusätzliche chemische Vorbehandlung verzichtet werden. Silane mit niedrigem pH (4,0 und 4,5) zeigen etwas stärkere Verbundkräfte als solche mit höherem pH (5,5 und 6,0).
1975 wurden erstmals Versuche zur Silanisierung von Metalloberflächen mit Gamma-Methacryloxy-Propyl-Trimethoxysilan durchgeführt, die jedoch aufgrund der Wasseranlagerung aus der Mundhöhle keine befriedigenden Werte lieferten. 1984 wurde durch das spezielle Silicoater-Verfahren (Fa. Kulzer) ein echter chemischer Haftverbund ermöglicht.
Schlagwörter