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Kavitätenpräparation

Englisch: cavity preparation

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Kavitätenpräparation ist der Oberbegriff für alle Maßnahmen, die notwendig sind, um einen defekten Zahn für die Aufnahme einer Füllung nach der Entfernung der kariösen Substanzen vorzubereiten. Dies geschieht in der Regel auf mechanischem Weg mit rotierenden Instrumenten ("Bohren") unter Kühlung. Neben der möglichst vollständigen Entfernung der Karies (Caries profunda) müssen auch statische und hygienische Kriterien beachtet werden. Bei der konventionellen Füllungstechnik muss die Form der Kavität so gestaltet werden, dass sie der Füllung einen natürlichen Halt (Retentionsform) bietet, wie zum Beispiel durch "Schwalbenschwanz"- oder "okklusales Schloss"-Formen. Bei zweiflächigen Kavitäten der Klasse I und II (z. B. zweiflächige Approximalfüllung) werden zusätzlich kariesfreie Fissuren in der Form eines "Schwalbenschwanzes" für Metallfüllungen (Amalgam, Gold) mit einbezogen, um durch Erhöhung der Kippstabilität ein Herausfallen der Restauration zu verhindern. Minimalinvasive Behandlungsmethoden, die mit einer Adhäsivtechnik verbunden sind, benötigen in der Regel keine solchen substanzopfernden Methoden mehr.

Der Abstand der Kavität zum Zahnnerv hin ("Kavitätenboden" oder "cavity base") sollte nach Möglichkeit mindestens 1 mm betragen. Bei geringeren Abständen werden spezielle Schutzmaßnahmen empfohlen. Es ist auch zu berücksichtigen, dass bei Milchzähnen andere anatomische Gegebenheiten vorliegen: Die Dicke des Dentins ist wesentlich geringer als bei bleibenden Zähnen, wodurch es leichter zu Pulpeneröffnungen oder -schädigungen kommt. Auch die mechanische Verankerung ist aufgrund der geringeren Masse schwieriger.

Die bei alternativen Behandlungsmethoden versprochene schmerzlose Kavitätenpräparation (z. B. Carisolv, Laser) konnte in der Realität bisher nicht überzeugen, besonders weil in den seltensten Fällen auf eine zusätzliche konventionelle Kavitätenpräparation verzichtet werden kann.