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Haftoxid

Englisch: oxide to facilitate the adherence, oxid adhesive

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Haftoxid ist die Oxidschicht auf einer Legierung ("Aufbrennlegierung"), die zur chemischen Verbindung ("Anhaftung") mit einer keramischen Masse dient. Die Sauerstoffbrücken der Haftoxide werden meist durch Legierungszusätze von In, Zn und Sn gebildet. Bei unedlen Metallen reicht oft die sich nach dem Guss bildende natürliche Oxidschicht aus. Nach Eichner beruht der Haftmechanismus von Porzellan auf Metall auf folgenden Faktoren (in Klammern: Gewichtung in %):

  1. Chemische Bindung (50%) durch Sauerstoffbrücken, die von Haftoxiden der Legierungszusätze In, Zn und Sn gebildet werden.
  2. Mechanische Haftung (22%) durch Abstrahlen, um eine mikroskopisch retentive Oberfläche zu erzeugen.
  3. Schrumpfhaftung (27%) durch eine geringe Differenz der thermischen Expansionskoeffizienten beider Werkstoffe.
  4. Assoziationskräfte (Van-der-Waals-Kräfte, 1%) durch elektrostatische Anziehungskräfte zwischen Metall und Silikatgitter.