CCARD
Abk. v. "Cologne Classification of Alveolar Ridge Defect" (" Kölner Defektklassifikation "). Auf der 8. Europäische Konsensuskonferenz (EuCC) des BDIZ EDI wurden im Februar 2013 die Therapieverfahren der oralen Augmentation von Hartgewebe unter die Lupe genommen und neu klassifiziert. Ziel der Konferenz war die Entwicklung einer einfachen, therapieorientierten Defektklassifikation, unter Berücksichtigung bereits existierender Einteilungen, mit dem Einschluss verschiedener Defektcharakteristika und der Empfehlung verschiedener etablierter Therapieverfahren für die jeweilige Defektklasse. Es wurde folgende Klassifikation erarbeitet: Drei Charakteristika des Defekts werden unterschieden: Richtung, Größe, Einbettung in die Umgebung 1. Code: Defektorientierung (H: horizontal, V: vertikal, K: kombiniert, S/+S: Sinus maxillaris) 2. Code: Rekonstruktionsbedarf des Defekts (1: < 4 mm, 2: 4-8 mm, 3: > 8 mm) 3. Code: Relation von Augmentation und Kieferkurvatur (i: intern, innerhalb, e: extern, außerhalb) In dieser Klassifikation werden Extraktionsalveolen nicht berücksichtigt (wegen fortschreitendem Remodeling, Weichgewebsdefekt, Morphotyp) Beispiele: Defektcode H.1.i: Defekt unter 4 mm, innerhalb der Kurvatur Defektcode S.1: Sinusdefekt unter 4 mm (keine i/e Angabe erforderlich) Defektcode K.2.e.S2: kombinierter Defekt von 4-8 mm, außerhalb der Kurvatur, mit Sinusdefekt von 4-8 mm Augmentation, Knochenersatzmaterialien, Sinuslift