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Irrigationswasser

Synonym: Irrigation

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Irrigationswasser ist die Ausspülung oder Durchspülung (z.B. eines Wurzelkanals) und bezeichnet das Wasser, das zur Kühlung und Reinigung dient („Spray“) und in allen zahnärztlichen Behandlungssystemen und Geräten vorhanden ist. Seit Jahrzehnten wird, besonders aufgrund der steigenden Anzahl immunsupprimierter Patienten, eine Infektion durch dieses Medium diskutiert. Bisher gibt es jedoch keine wissenschaftlich beschriebenen Fälle einer Infektion auf diesem Weg, sodass derartige Überlegungen rein theoretischer Natur sind, aber dennoch vorstellbar erscheinen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) äußert sich dazu in seinen Hygienerichtlinien (2006) mit den Worten: „Ob ein Infektionsrisiko im Zusammenhang mit der Anwendung von Wasser aus Dentaleinheiten durch Legionellen, Pseudomonaden (vor allem P. aeruginosa) und ubiquitäre (nicht tuberkulöse) Mykobakterien für abwehrgeschwächte Patienten besteht, ist bisher nicht abschließend zu beurteilen...“

Als prophylaktische Empfehlungen gelten:

  • Für chirurgische Eingriffe sollte steriles Wasser oder besser sterile Kochsalzlösung aus einer vom normalen Leitungssystem unabhängigen Quelle („Einwegwasser“) verwendet werden.
  • Spülung der Wasserleitungen in den zahnärztlichen Behandlungseinheiten vor und nach dem Arbeitstag.
  • Montage von Rückschlagventilen an den wasserführenden Teilen der Behandlungseinheit.