Guttapercha
Englisch: gutta-percha, guttapercha
kautschukähnliches Material aus dem Saft des Gummibaumes. in der ZHK gebräuchlich als probates Hilfsmittel zur Optimierung einer Wurzelkanalfüllung (mittels feiner, versch. großer, dem Wurzelkanal angepasster Guttaperchastifte, Kondensation + Abb.). Die von früher bekannten Einsatzgebiete im Rahmen von zahnärztlichen Abdrücken oder provisorischen Verschlussmaterialien sind heute obsolet. Man unterscheidet bei der G. eine alpha von einer beta Form: Bei Raumtemperatur besitzt die G. den physikalischen beta-Zustand. Durch Erhitzung auf ca. 65° C (Erweichung) und anschließender Abkühlung entsteht bei einer Temperatur zwischen 49-42° C die klebrige alpha-Form, welche zwar gut fließfähig aber zu weich für eine Kondensation im Wurzelkanal ist. Beim Guttapercha-Injektionsverfahren, engl.: gutta-percha injection technique, (z.B. Obtura ®, Ultrafil ®) wird G. auf etwa 70° erwärmt und mittels einer Injektion in den Wurzelkanal gebracht. Generell besteht bei derartigen Methoden eine fehlende bzw. eingeschränkte Längenkontrolle und dadurch eine Gefahr des Überfüllens ("Überstopfens"). Abdruck, BeeFill, BRT, Chloroform, Endotom, Guttapercha-Abformung, Plugger, Point, Separation, Wurzelkanalfüllung Prinzip der lateralen Kondensation