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Exstirpation

Synonym: Ausrottung, Pulpenentfernung · Englisch: exstirpation

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Exstirpation beschreibt die vollständige chirurgische Entfernung von erkranktem Gewebe oder eines Organs. In der Zahnmedizin wird der Begriff vor allem im Zusammenhang mit der Pulpenexstirpation verwendet. Dieses Verfahren dient der Entfernung der Zahnpulpa, auch als Zahnnerv bezeichnet, aus dem Wurzelkanal und ist ein zentraler Bestandteil der Wurzelkanalbehandlung.

Die Pulpenexstirpation wird notwendig, wenn die Pulpa irreversibel geschädigt ist, beispielsweise durch tiefe Karies, eine Pulpitis oder traumatische Verletzungen des Zahns. Zur Durchführung wird eine spezielle Exstirpationsnadel verwendet, auch als „Nervnadel“ bekannt. Diese dünne Nadel, die mit Widerhaken versehen ist, wird in den Wurzelkanal eingeführt, um das entzündete oder abgestorbene Gewebe präzise zu entfernen.

Das Hauptziel der Exstirpation besteht darin, infiziertes Gewebe vollständig zu beseitigen, um die Ausbreitung von Entzündungen zu verhindern und den Wurzelkanal für die nachfolgende Aufbereitung und Füllung vorzubereiten. Durch dieses Verfahren wird die Grundlage für den langfristigen Erhalt des Zahns geschaffen.

Auch außerhalb der Zahnmedizin findet der Begriff Anwendung, beispielsweise bei der Entfernung von Tumoren, Zysten oder Organen im Rahmen chirurgischer Eingriffe. In allen Fällen beschreibt die Exstirpation einen entscheidenden Schritt zur Behandlung krankhafter Veränderungen und zur Wiederherstellung der Gesundheit.