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Contusio cerebri

Synonym: Kontusion, Hirnprellung, Gehirnquetschung · Englisch: cerebral contusion

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Contusio cerebri (Hirnprellung) ist eine schwerwiegende Verletzung des Gehirns, die durch eine Gewalteinwirkung entsteht. Dabei kommt es zu einer Quetschung des Gehirngewebes, die häufig mit Mikroblutungen und Schädigungen von Nervenzellen einhergeht.

Klassische Symptome:

  • Bewusstlosigkeit: Oft unmittelbar nach der Verletzung auftretend und je nach Schweregrad von kurzer bis längerer Dauer.
  • Retrograde Amnesie: Gedächtnisverlust für Ereignisse, die vor dem Unfall stattgefunden haben.
  • Neurologische Ausfälle: Je nach Lokalisation der Verletzung können motorische, sensorische oder kognitive Funktionen beeinträchtigt sein.

Diagnostik und Behandlung:

  • Bildgebung: Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) zur Identifikation der Quetschungen und Begleitverletzungen wie Hirnblutungen.
  • Therapie: Die Behandlung erfolgt symptomatisch und schließt die Überwachung des Hirndrucks, medikamentöse Therapien zur Reduktion von Schwellungen sowie, in schweren Fällen, chirurgische Interventionen ein.

Prognose: Der Verlauf hängt von der Schwere der Verletzung ab. Während leichte Kontusionen vollständig ausheilen können, hinterlassen schwere Hirnprellungen häufig dauerhafte neurologische Defizite.

Bedeutung: Die Contusio cerebri ist eine ernstzunehmende Folge eines Schädel-Hirn-Traumas, die eine schnelle Diagnostik und sorgfältige Behandlung erfordert, um Komplikationen wie Hirnödeme oder sekundäre Schäden zu vermeiden.