Zystostomie
Synonym: Zysteneröffnung, Fensterung einer Zyste, Partsch-I-Operation · Englisch: cystostomy
Die Zystostomie ist ein chirurgisches Verfahren, bei dem ein Teil der Zystenwand entfernt wird, um die Zyste zu öffnen (Fensterung). Ziel ist es, den Druck innerhalb der Zyste zu verringern und eine schrittweise Rückbildung durch Abfluss des Zysteninhalts zu ermöglichen.
Dieses Verfahren wird häufig als Partsch-I-Operation bezeichnet, benannt nach dem Chirurgen Carl Partsch. Es findet vor allem bei großen Zysten Anwendung, die eine vollständige Entfernung (Zystektomie) erschweren könnten oder bei denen das umliegende Gewebe geschont werden soll. Die Zystostomie ist oft ein vorbereitender Schritt, bevor eine endgültige Entfernung oder Heilung erfolgt.
Nach der Eröffnung wird die Zyste durch eine künstliche Verbindung zur Mundhöhle oder einer anderen Oberfläche belüftet, wodurch das Wachstum der Zyste gestoppt wird. Eine regelmäßige Nachsorge ist notwendig, um den Heilungsverlauf zu überwachen und Komplikationen wie Infektionen zu vermeiden.