Oralchirurgie
Synonym: Mundchirurgie, Kiefer-Gesichtschirurgie · Englisch: oral surgery
Oralchirurgie ist ein Fachgebiet innerhalb der Zahnheilkunde, das sich speziell mit operativen Eingriffen in der Mundhöhle beschäftigt. Dazu gehören insbesondere die Entfernung von Weisheitszähnen oder verlagerten Zähnen, Narkosebehandlungen (mit Unterstützung eines Anästhesisten), ästhetische Zahnfleischkorrekturen, umfangreichere Parodontalbehandlungen, Wurzelspitzenresektionen und Hemisektionen, Kieferhöhlenoperationen sowie die Behandlung von Risikopatienten. Ein Zahnarzt kann sich als “Oralchirurg” oder korrekt als “Zahnarzt für Oralchirurgie” bezeichnen, wenn er eine drei- bis vierjährige Weiterbildung im Bereich der zahnärztlichen Chirurgie absolviert und sich auf diesem Gebiet spezialisiert hat. Eine Tätigkeit in anderen Bereichen der Zahnheilkunde ist weiterhin möglich. 1982 wurde in Rheinland-Pfalz der “Berufsverband der Zahnärzte für Oralchirurgie” gegründet. Von dort ausging die Initiative zur Gründung des “Bundesverbands Deutscher Oralchirurgen e.V.” am 28. Februar 1983 in Frankfurt. Auf Wunsch der Bundeszahnärztekammer wurde der Verbandsname 1986 in “Berufsverband Deutscher Oralchirurgen – BDO – e.V.” geändert. Die Muster-Weiterbildungsordnung der Bundeszahnärztekammer (2012) regelt die Fachgebiete der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.