Haltbarkeit von natürlichen Zähnen
Englisch: life of natural teeth
Die Haltbarkeit von natürlichen Zähnen ist eine individuell sehr schwierig zu beantwortende Frage. Prof. St. Zimmer hat versucht, diese aufgrund der Mundgesundheitsstudie von 2006 zu beantworten. Er schreibt dazu unter anderem (ZPW 7+8/2007): „Nach den neuesten bundesrepräsentativen Daten des Institutes der Deutschen Zahnärzte (IDZ) aus dem Jahre 2006 sind in der Kohorte der 65- bis 74-Jährigen Deutschen noch 13,9 natürliche Zähne vorhanden. Wenn man davon ausgeht, dass sich diese Zähne im Durchschnitt seit rund 60 Jahren in der Mundhöhle befinden, gelangt man zu einer Zehnjahres-Überlebensrate von 91,6% und einer jährlichen Verlustrate von 0,84%. Demnach gehen pro Jahr im Durchschnitt 0,24 Zähne verloren. Die Weisheitszähne finden bei dieser Berechnung keine Berücksichtigung. Der Mittelwert von 14,1 fehlenden Zähnen bei 65- bis 74-Jährigen umfasst eine große Spanne von Individuen mit unterschiedlichsten oralen Gegebenheiten, was auch zu einer breiten Streuung führt. So sind einerseits 22,1% der Population komplett zahnlos, während exakt der gleiche Prozentsatz noch mindestens 24 eigene Zähne im Mund hat. Es lohnt sich daher, einen Blick darauf zu werfen, wie viele Zähne unter optimaler Prophylaxe bis ins hohe Alter erhalten werden könnten. Axelsson und Lindhe (2004) haben nach 30 Jahren Individualprophylaxe bei 50- bis 65-Jährigen durchschnittlich noch 26,3 eigene Zähne vorgefunden. Bei der Alterskohorte der 66- bis 80-Jährigen waren es noch 25,1 und bei den 81- bis 95-Jährigen immerhin noch 18,3 Zähne. Unter den Bedingungen optimaler Prophylaxe ergeben sich eine Zehnjahres-Überlebensrate von 98,5% und eine jährliche Verlustrate von 0,15%. Das bedeutet, dass im jährlichen Durchschnitt nur 0,04 Zähne verloren gehen.“
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