Faserzement
Synonym: Cementum noncellulare, azelluläres Wurzelzement · Englisch: acellular cementum
Der Begriff Faserzement (auch Cementum noncellulare) bezeichnet den Teil des Wurzelzements, der keine Zellen enthält. Dieses Gewebe ist charakteristisch für den oberen (zervikalen) Bereich der Zahnwurzel und macht etwa ein Drittel der gesamten Wurzelzementmasse aus.
Das Faserzement dient vor allem der mechanischen Verankerung des Zahnes im Alveolarknochen. Es ist durchzogen von Bündeln der Sharpey-Fasern, die Teil der Kollagenmatrix sind und den Zahn über das parodontale Ligament (Desmodont) im Knochen fixieren.
Im Gegensatz zum zellulären Wurzelzement (Cementum cellulare), das in weiter apikal gelegenen Bereichen der Wurzel vorkommt, ist das Faserzement primär funktionell und weniger regenerativ. Es enthält keine eingebetteten Zellen wie Zementozyten, sondern besteht aus einer homogenen, mineralisierten Kollagenmatrix.
Funktionelle Eigenschaften
- Verankerung: Sicherstellung der Verbindung zwischen Zahn und Alveolarknochen.
- Mechanische Stabilität: Übertragung von Kaukräften auf das Parodontium.
Klinische Relevanz Das Faserzement ist weniger anfällig für Reparatur- und Regenerationsprozesse als das zelluläre Zement. Schäden in diesem Bereich, z. B. durch Traumata oder parodontale Erkrankungen, können langfristige Auswirkungen auf die Stabilität des Zahnes haben.