Wärmetherapie
Synonym: Thermotherapie, lokale Wärmebehandlung · Englisch: hyperthermia, heat therapy
Die Wärmetherapie ist eine physiotherapeutische Maßnahme, die durch lokale Erwärmung eine Mehrdurchblutung (Hyperämie) und eine Stoffwechselanregung im behandelten Gewebe bewirkt. Dies geschieht durch eine gezielte Gefäßerweiterung (Vasodilatation).
In der Zahnheilkunde wird die Wärmetherapie selten angewendet. Sie kann jedoch in bestimmten Fällen unterstützend eingesetzt werden, beispielsweise zur Förderung der lokalen Durchblutung bei muskulären Verspannungen im Kieferbereich oder zur Linderung chronischer Schmerzen im Kiefergelenk.
Eine häufig genutzte Methode ist die Anwendung von Rotlicht (Infrarotstrahlung). Dabei wird meist eine weiße Lichtquelle mit einem vorgeschalteten Rotfilter verwendet. Die Erwärmung betrifft hauptsächlich die obersten Gewebeschichten und dringt nur wenige Millimeter tief ein.
Wichtige Hinweise zur Anwendung von Infrarotlicht:
- Sicherheitsabstand einhalten, um Verbrennungen zu vermeiden.
- Augenschutz verwenden, da direkte Infrarotstrahlung die Augen schädigen kann.
Die Wärmetherapie wird in der Zahnmedizin nur in ausgewählten Fällen angewendet und ersetzt keine kausale Behandlung zugrundeliegender Erkrankungen.