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Cermet-Zemente

Synonym: Metallverstärkte Glasionomerzemente, Silber-Glasionomerzemente · Englisch: Cermet cements

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Cermet-Zemente sind metallverstärkte Glasionomerzemente (GIZ), die durch die Beimischung von Edelmetallpartikeln – meist Silber (ca. 40 %) – im Pulveranteil modifiziert werden. Der Name leitet sich von den englischen Begriffen ceramic (Keramik) und metal (Metall) ab und verweist auf die Zusammensetzung dieser Materialien.

Eigenschaften:

  • Mechanische Stabilität: Die Metallpartikel erhöhen die Druckfestigkeit und Abriebfestigkeit des Zements, wodurch er für belastete Bereiche wie Kauflächen besser geeignet ist.
  • Freisetzung von Fluorid: Wie herkömmliche Glasionomerzemente setzen auch Cermet-Zemente Fluorid frei, was zur Kariesprophylaxe beiträgt.
  • Ästhetische Einschränkungen: Durch die Metallpartikel ist die Farbe weniger zahnähnlich, was den Einsatz auf ästhetisch weniger sichtbare Bereiche beschränkt.

Einsatzgebiete:

  • Basis- und Unterfüllungen bei tiefen Kavitäten, um den Zahn zu stabilisieren.
  • Definitiven Füllungen in Seitenzahnbereichen, insbesondere bei geriatrischen Patienten.
  • Provisorischen Versorgungen oder als Befestigungsmaterial bei Kronen und Brücken.

Nachteile:

  • Geringere ästhetische Qualität durch die dunklere, metallisch anmutende Farbe.
  • Trotz der verbesserten Festigkeit sind sie weniger stabil als neuere Materialien wie Komposite oder modifizierte Glasionomerzemente (Resin-modified GICs). Cermet-Zemente sind heute eine bewährte, aber nur noch selten genutzte Option in der Zahnerhaltung, da moderne Materialien mit besseren ästhetischen und mechanischen Eigenschaften zunehmend bevorzugt werden.