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Weichteilzyste

Synonym: Nicht-odontogene Zyste, extraossäre Zyste, dysontogenetische Zyste · Englisch: soft tissue cyst

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Eine Weichteilzyste ist eine nicht-odontogene Zyste, die in den Weichteilen des Körpers vorkommt und keine direkte Verbindung zu knöchernen Strukturen aufweist. Aufgrund der fehlenden Knochenbeteiligung ist eine röntgenologische Darstellung nur mit Kontrastmittelfüllung zuverlässig möglich.

Einteilung nach Herkunft:

  1. Dysontogenetische (fissurale) Zysten: Diese entstehen durch embryonale Entwicklungsstörungen und beinhalten oft epitheliale oder dermale Gewebeanteile. Beispiele sind:
  • Dermoidzyste („Haargeschwulst“)
  • Laterale Halszyste (Kiemengangszyste)
  • Thyreoglossus-Zyste
  • Nasolabiale Zyste
  1. Entzündlich-traumatische Zysten: Diese Zysten entstehen als Folge von Entzündungen oder mechanischen Reizen, die eine übermäßige Sekretproduktion oder eine Drüsengangobstruktion verursachen. Dazu gehören:

Weichteilzysten können je nach Lokalisation und Größe Beschwerden verursachen und erfordern in bestimmten Fällen eine chirurgische Entfernung, insbesondere wenn sie zu funktionellen Einschränkungen oder Infektionen führen.