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Christensensches Phänomen

Synonym: Christensen-Phänomen, sagittales und transversales Auseinanderklaffen · Englisch: Christensen's phenomenon

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Das Christensensche Phänomen beschreibt das Auseinanderklaffen von Bisswällen oder Prothesen bei bestimmten Unterkieferbewegungen. Beim sagittalen Phänomen tritt dies während einer Vorschubbewegung (Protrusion) auf, während das transversale Phänomen bei Seitwärtsbewegungen (Laterotrusion) beobachtet wird.

Ursache ist die Anatomie der Kiefergelenke und die Bewegungsmuster des Unterkiefers, die zu einem Verlust des vollständigen Zahnkontakts führen. Einflussfaktoren sind die Kondylenbahnneigung, die inzisale Führung, die Okklusionsebene und die Zahnkontaktverhältnisse.

Das Phänomen ist in der Prothetik besonders relevant, da es bei der Gestaltung von Prothesen und der Analyse funktioneller Kieferbewegungen berücksichtigt wird, um die Funktionalität und Stabilität der Versorgung sicherzustellen.