Zahnfleischwucherung
Synonym: Gingivahyperplasie, Gingivahypertrophie · Englisch: gingival proliferation, gingival overgroth, gingival hyperplasia
Die Zahnfleischwucherung (Gingivahyperplasie oder Gingivahypertrophie) bezeichnet eine pathologische Vergrößerung des Zahnfleisches, die durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden kann. Sie kann lokal begrenzt oder generalisiert auftreten und führt oft zu ästhetischen Beeinträchtigungen, erschwerter Mundhygiene und in manchen Fällen funktionellen Problemen.
Ursachen:
- Medikamentös bedingt: Bestimmte Medikamente wie Phenytoin (Antiepileptikum), Calciumkanalblocker (z. B. Nifedipin, Amlodipin) oder Immunsuppressiva (z. B. Cyclosporin A) können eine Gingivahyperplasie verursachen.
- Entzündlich bedingt: Chronische Gingivitis oder Parodontitis können durch Plaque und Zahnstein zu einer reaktiven Zahnfleischvergrößerung führen.
- Hormonell bedingt: Schwangerschaft, Pubertät oder hormonelle Störungen können das Wachstum des Zahnfleisches beeinflussen.
- Hereditäre Gingivafibromatose: Eine seltene, genetisch bedingte, nicht-entzündliche Form der Zahnfleischwucherung.
Behandlung: Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Bei medikamentös oder genetisch bedingter Wucherung kann eine Gingivektomie (chirurgische Entfernung des überschüssigen Zahnfleisches) notwendig sein. Bei entzündlichen Formen ist eine intensive Mundhygiene und ggf. eine parodontale Behandlung erforderlich.