Papillenverlust - Klassifikation
Englisch: papilla presence index, PI
Mach Tarnow ist das Vorhandensein der interdentalen Papille von der vertikalen Entfernung zwischen dem Kontaktpunkt und dem darunter liegenden Knochenrand (Interdentalraum) abhängig. Ist diese Distanz kleiner als 5 mm, so ist die Papille meist zu 100 % vorhanden. Bei größeren Abständen fehlt die Papille mehr oder weniger. 1998 nahmen Norland und Tarnow eine Klassifikation vor, welche auf den anatomischen Bezugspunkten ("landmarks") basiert: Lage des interdentalen Kontaktpunktes, Ausdehnung der Schmelz-Zement-Grenze nach fazial, apical und interproximal. Danach wird in 4 Klassen eingeteilt: Normal Die Papille füllt den gesamten Approximalraum bis zum Kontaktpunkt der Zähne aus Klasse 1 Die Papillenspitze liegt zwischen dem approximalen Kontaktpunkt und dem koronalsten Bereich der Schmelz-Zement-Grenze (Anmerkung: Diese Grenze verläuft nicht in einer Höhe um den Zahn herum, sondern ist im Zahnzwischenraum zur Zahnkrone (nach koronal) hin verschoben; Schmelz-Zement-Grenze) Klasse 2 Die Papillenspitze befindet sich auf der Höhe oder apical der Schmelz-Zement-Grenze des Zahnzwischenraums, aber noch koronal der fazialen Schmelz-Zement-Grenze Klasse 3 Die Papillenspitze befindet sich auf der Höhe oder oberhalb der fazialen Schmelz-Zement-Grenze