Eminektomie
Englisch: eminectomy
Die Eminektomie ist ein chirurgisches Verfahren zur Reduktion der Höhe der Eminentia articularis am Tuberculum articulare des Kiefergelenks. Sie wird hauptsächlich zur dauerhaften Behandlung der rezidivierenden kondylären Kiefergelenksluxation angewendet, insbesondere bei älteren Patienten. Ziel des Eingriffs ist es, die Reposition des Kondylus mandibulae (Unterkieferkondylus) in die Gelenkpfanne zu erleichtern und gleichzeitig die übermäßige Beweglichkeit im oberen Gelenkraum zu reduzieren.
Durch die Abflachung oder Abtragung der Eminentia articularis wird verhindert, dass der Kondylus vor den knöchernen Vorsprung tritt, was die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Luxation signifikant verringert. Diese Methode wird in Fällen in Betracht gezogen, bei denen konservative Behandlungsansätze wie physikalische Therapie oder Aufbissschienen keine ausreichende Stabilität des Kiefergelenks gewährleisten konnten.
Der Eingriff erfordert eine präzise Planung und Durchführung, um umliegende anatomische Strukturen wie die Gelenkkapsel oder Nerven nicht zu beeinträchtigen. Postoperative Rehabilitation ist entscheidend, um die Funktion des Kiefergelenks zu sichern und mögliche Komplikationen wie Schmerzen oder Einschränkungen der Kieferbewegung zu minimieren.