Hip
HIP steht für heiß-isostatisches Pressen, ein Verfahren, das unter anderem bei der Sinterung von Industrieblöcken aus Zirkoniumoxidkeramik Anwendung findet. Durch dieses Verfahren erhalten die Werkstücke eine derart hohe Dichtigkeit, dass bei einem späteren Keramikbrand keine Schrumpfung mehr eintritt. Man spricht auch von "durchgehippten" Blöcken. Diese Keramik zeichnet sich durch eine Biegefestigkeit von 1.200 MPa, nahezu Poren- und Defektfreiheit, sehr gute Transluzenz und eine optimale Gefügequalität aus. Vertreter dieses Verfahrens sind „DCS Precident“ (Fa. DCS Dental, Allschwil, Schweiz), „Digident“ (Fa. Girrbach Dental, Pforzheim) und „Everest“ (Fa. KaVo, Leutkirch). Die hervorragenden physikalischen Eigenschaften der HIP-Keramik führen jedoch dazu, dass der Fräsprozess sehr zeitaufwändig und geräteintensiv ist, was sich in einem entsprechend höheren Preis niederschlägt.