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Goldprobe

Synonym: Probierstein-Methode · Englisch: gold assay

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Goldprobe bezeichnet ein historisches, zerstörungsfreies Verfahren zur Ermittlung des Goldgehaltes von Rohgold oder Goldwerkstücken. Sie wird auch als Strichprobe oder Probierstein-Methode bezeichnet.

Bei diesem Verfahren wird das zu prüfende Material über eine polierte Oberfläche aus schwarzem Kieselschiefer, den sogenannten Probierstein, gerieben. Dabei hinterlässt das Gold einen Strich auf der Steinoberfläche. Der Goldgehalt wird anschließend anhand der Farbe und Intensität des Striches beurteilt, da diese vom Feingehalt des Goldes abhängen. Ein geübtes Auge konnte so relativ präzise den Goldgehalt abschätzen, ohne das Werkstück zu beschädigen.

Obwohl diese Methode in der Vergangenheit weit verbreitet war, gilt sie heute als überholt. Moderne Analyseverfahren, wie Röntgenfluoreszenz (RFA) oder chemische Tests, ermöglichen eine genauere und standardisierte Bestimmung des Goldgehaltes. Die Goldprobe bleibt jedoch ein wichtiges Beispiel für frühe metallurgische Untersuchungsmethoden und wird gelegentlich noch zu Demonstrationszwecken oder bei einfachen Vorprüfungen angewendet.

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