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Röntgendermatitis

Synonym: Strahlendermatitis, Röntgenstrahldermatitis, Radiodermatitis · Englisch: radiodermatitis, radiation dermatitis, X-ray dermatitis

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Röntgendermatitis, auch Radioderm genannt, bezeichnet krankhafte Hautreaktionen aufgrund ionisierender Strahlen, die von der Dosis und der Härte der Strahlung abhängen. Es wird zwischen akuter und chronischer Röntgendermatitis unterschieden: 1. Akute Röntgendermatitis tritt ungefähr oberhalb von 500 Rad auf und führt zur Bildung eines Erythems bis hin zum Geschwür (“Röntgengeschwür”, “akutes Strahlenulkus”). Weitere Symptome können Epilationseffekte der Haut und Haarausfall sein. 2. Chronische Röntgendermatitis, auch Röntgenoderm oder Radioderm, entsteht durch die andauernde Summierung schwacher bis mittelstarker Strahlen über einen Zeitraum ab einem Vierteljahr. Symptome können rote Teleangiektasien (Gefäßerweiterungen), Sommersprossen, Hyperkeratosen, Warzen, Ulzera, Nagelmissgestaltungen und bis hin zu bösartigen Hauttumoren umfassen. Hauptsächlich betroffen, jedoch mit stark abnehmender Tendenz, sind Ärzte und ihr Personal, die z.B. Röntgenfilme selbst fixieren (bei Kleinkindern oder Bewusstlosen). Weitere Abbildungen finden sich unter http://www.dermis.net/dermisroot/de/12731/diagnose.htm.