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Knochendichte

Englisch: bone sensity

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Knochendichte wird meist durch Röntgenstrahlen mittels Computertomographen gemessen. Die Messung basiert auf dem Prinzip der Photonenabsorption oder erfolgt mittels Ultraschall, beispielsweise durch die Ultraschall-Transmissionsgeschwindigkeit (UTG). Diese Verfahren werden als Knochendichtemessung oder Osteodensitometrie bezeichnet. In der Zahnheilkunde hat die Knochendichtemessung vor allem Bedeutung bei der Bestimmung der Qualität des Implantatlagers.

Die Knochendichte wird wissenschaftlich in Hounsfield-Einheiten (HE oder HU) angegeben. 500 HU entsprechen einer mittleren Knochendichte, während 2.100 HU typische Werte für dichten Knochen darstellen. Eine praktisch orientierte Einteilung kennt vier Dichteklassen, die sich am Bohrgefühl orientieren:

D1: vergleichbar mit Eiche D2: vergleichbar mit Buche D3: vergleichbar mit Balsaholz D4: vergleichbar mit Styropor Lekholm und Zarb (1985) unterteilen die Knochenqualitäten ebenfalls in vier Klassen (D1–D4):

D1: Fast ausschließlich kompakte Knochensubstanz D2: Dichte Spongiosa, umgeben von breiter Kortikalis D3: Dichte Spongiosa, umgeben von dünner Kortikalis D4: Lockere Spongiosa, umgeben von dünner Kortikalis Knochenqualitäten D1 und D2 kommen überwiegend im Unterkiefer vor, während D3 und D4 vor allem im Oberkiefer zu finden sind. Zusätzlich ist für die Festigkeit des Knochens der trabekuläre Aufbau des Kollagengerüstes von Bedeutung, welcher in den D-Klassifizierungen jedoch nicht berücksichtigt wird.