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Ameloblastom

Synonym: Adamantiom (veraltet) · Englisch: ameloblastoma

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Das Ameloblastom ist ein meist gutartiger Kiefertumor mit einer hohen Rezidivneigung, der aus versprengtem Restgewebe der embryonalen Zahnanlage (Ameloblasten) entstanden ist. Zu 80 % im Unterkiefer (Kieferwinkel) auftretend, bevorzugt er etwas stärker das weibliche Geschlecht; da komplikationslos wachsend, werden A. klinisch durch eine Auftreibung meist erst spät erkannt oder durch eine Röntgenaufnahme als vielzystiges Gebilde (honigwaben- oder seifenblasenartig) diagnostiziert. Eine echte Diagnose ist nur durch eine histologische Untersuchung des zystenähnlichen Balges möglich; röntgenologische Anhaltspunkte kann die Tatsache sein, dass neoplastische Geschehen eher zu Zahnresorptionen neigen als echte Zysten. Verteilung: Unterkiefer 80%, Molarenregion 70%, Prämolarenregion 20%, Schneidezahnregion 10% Ganz selten als bösartiger Tumor auftretend bzw. als bösartiges Ameloblastosarkom bekannt.