Kiefergelenkgeräusche
Englisch: clicking (jaw), (TMJ)-Popping, (TMJ)-Clicking
Kiefergelenkgeräusche lassen sich in Kiefergelenkknacken und ein während der gesamten Öffnungsbewegung bestehendes Kiefergelenkreiben unterteilen. Beim Knacken können weitere Unterteilungen vorgenommen werden, je nach Zeitpunkt des Auftretens (zu Beginn, in der Mitte oder am Ende der Öffnungsbewegung), dem Klang oder bei Seitwärtsbewegungen des Unterkiefers.
Kiefergelenkgeräusche sind häufig Ausdruck degenerativer Erkrankungen der Gelenke, die unterschiedliche Ursachen im cranio-mandibulären Formenkreis haben können, wie zum Beispiel Fehlbelastungen der Zähne oder der Kaumuskulatur. Sie müssen nicht zwingend von Schmerzen begleitet sein. Die Knackgeräusche entstehen meist durch das Überspringen des Diskus – entweder allein oder zusammen mit dem Gelenkköpfchen – aus der Gelenkpfanne oder über das Tuberculum articulare. Eine Behandlung dieser Geräusche ist jedoch nicht in jedem Fall erforderlich.
Eine genaue Analyse des Gebisssystems sollte durchgeführt werden, um die Ursache zu ermitteln und zu entscheiden, ob eine Therapie notwendig ist. Je später ein Knacken bei der Mundöffnung auftritt, desto aufwendiger und problematischer gestaltet sich in der Regel die Behandlung. Hauptursache für das Knacken ist häufig das Ligamentum laterale, das als Verstärkung der seitlichen Kiefergelenkskapsel dient.
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