Dysgenetisch
Synonym: fehlentwickelt, anlagebedingt gestört · Englisch: dysgenic
Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am
Dysgenetisch beschreibt eine anlagebedingte, embryonale Fehlentwicklung einzelner oder mehrerer Organe oder Gewebestrukturen. Der Begriff leitet sich von der Dysgenese ab, die auf Störungen während der embryonalen Entwicklungsphase zurückzuführen ist.
Beispiele für dysgenetische Fehlbildungen:
- Lippen-Kiefer-Gaumenspalten: Eine der häufigsten dysgenetischen Anomalien, bei der die Verschmelzung der Gaumen- und Lippenanlagen unvollständig bleibt.
- Nierenagenesie: Fehlende Entwicklung einer oder beider Nieren. Zysten oder Gewebsanomalien: Beispielsweise Ductuszysten oder andere Überbleibsel embryonaler Strukturen.
Ursachen: Die Ursachen können genetischer Natur sein, durch äußere Einflüsse während der Embryonalentwicklung (z. B. Infektionen, Toxine) oder durch eine Kombination aus beidem entstehen.
Dysgenetische Veränderungen haben oft weitreichende Auswirkungen auf die Funktion der betroffenen Organe und können diagnostische und therapeutische Maßnahmen erforderlich machen.
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