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Bonus
Bonusregelung
; Begriff aus der Gesetzlichen Krankenversicherung GKV; 1989 ausschließlich in die zahnmedizinische Versorgung eingeführt - ab dem GMG auch für alle ärztlichen Leistungen möglich (Sozialgesetzbuch V, § 65a; Bonusprogramme) - , soll er eine finanzielle Belohnung für die Fälle sein, wo von Seiten des Patienten Zuzahlungen geleistet werden müssen.
Es gelten folgende Eckpunkte:
Die weiter unten genannten Jahreszahlen müssen lückenlos sein; fehlt auch nur ein Jahr, so fängt die Zählung wieder bei Null an, = 50 % Eigenbeteiligung auf die gesetzlich vereinbarten Preise. Mehrleistungen (sog. außervertraglichen Leistungen werden von der B. nicht abgedeckt, sondern sind voll privat an die Praxis direkt zu entrichten.
Im Gegensatz zur allgemeinen zahnärztlichen Empfehlung "Mindestens zweimal im Jahr zum Zahnarzt", reicht eine Untersuchung pro Kalenderjahr für diese Regelung aus.
Auch zahnlose Patienten müssen sich an die Eckpunkte halten (eine Untersuchung der Mundschleimhaut, Kiefergelenke usw. ist auch im zahnlosen Kiefer notwendig).
Werden Schäden an den Zähnen festgestellt, so müssen diese nicht in demselben Kalenderjahr behoben werden; es gilt das Datum der Untersuchung.
Die Regelung bezieht sich ausschließlich auf das Zuschussverhalten bei Zahnersatz und Reparaturen/Erweiterungen. Andere Leistungen - z.B. normale Füllungen, Zahnsteinentfernung usw. bleiben hiervon unberührt, da diese über Chip-Karte zu 100 % übernommen werden.
Die regelmäßigen Zahnarztbesuche müssen in einem Bonusheft nachgewiesen werden. Es wird geschätzt, dass ca. 40% der Deutschen kein Bonusheft besitzen oder dies nur unregelmäßig führen und so auf erhebliche Zuschüsse von der Gesetzlichen Krankenkasse verzichten.


Achtung
: Kurzinfo ohne Links oder Querverweise zu anderen Stichworten. Ausführlich und aktuell im Zahnwissen-Lexikon unter dem gleichen Stichwort: http://www.zahnlexikon-online.de

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