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Aufklärung; rechtliche und auch ethische ärztliche Verpflichtung vor Beginn einer Behandlung. Ohne entsprechende A. kommt kein rechtsverbindlicher Behandlungsvertrag zu Stande - Juristen sehen sogar den Tatbestand der Körperverletzung erfüllt.
Über den Zeitpunkt der A. gibt es keine verbindlichen Vorgaben. Juristen fordern, dass diese rechtzeitig zu erfolgen habe, damit der Patient Gelegenheit habe, für sich selbst in Ruhe die Vor- und Nachteile abzuwägen. Bei normalen zahnärztlichen Eingriffen dürfte die A. am Tage des Eingriffs grundsätzlich ausreichend sein. Bei größeren, risikobehafteten Eingriffen sollte diese Zeit verlängert werden ("in Ruhe darüber schlafen").
Bei Minderjährigen ist die Einwilligung zum Eingriff im Regelfall - dies besonders dann, wenn kein Notfall vorliegt - von den Eltern oder deren Beauftragten einzuholen. Jugendliche haben ab einem gewissen Alter, je nach Reife und Verständigungsgrad, eine eigene Befugnis zur Einwilligung, dann nämlich, wenn sie hinreichend gereift sind, um die Bedeutung und Tragweite des Eingriffes und seiner Gestattung selbst ermessen zu können.

Achtung: Kurzinfo ohne Links oder Querverweise zu anderen Stichworten. Ausführlich und aktuell im Zahnwissen-Lexikon unter dem gleichen Stichwort: http://www.zahnlexikon-online.de

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